Der Wasserturm in Mirsk (Friedeberg)

Die Wassertürme wurden gebaut um laut Gravitation – nach Prinzip kommunzierender Röhre - das von einem hoch gelegenen Behälter gesammelte Trinkwasser mittels der Leitungen in Wohnungen zu transportieren.
Ende des XIX Jahrhunderts war notwendig wegen Verunreinigung des bis jetzt verwendeten und von Queis - Fluss (Kwisa) bezogenen Wassers der Bau eines Wasserturms in Mirsk.
Die Verschmutzung stammte von Industriewerken, die im oberen Flusslauf in Skarbków und Krobica platziert wurden. Das Wasser wurde von einer Dränage- Wasserentnahmestelle geschöpft, die oberhalb vom Dorf Krobica auf Hängen des Zackenkamms (Grzbiet Kamienicki) im Isergebirge gelegen war. Es wurden zuvor hydrologische Untersuchungen dieses Geländes durchgeführt.
Der Turm wurde 1887-1890 unter der Leitung des Baumeisters aus Mirsk O. Jaekel erbaut. Das Bauwerk mit der Höhe von 37,66m, siebengeschossig, s.g. Säulen-Typ wurde  auf Grundriss eines  Achtecks entworfen  und  im  südlich-westlichem Teil  der

Stadt platziert. Der Fundament und die Wand des ersten Geschosses – unterhalb des ersten Gesimses wurde aus Basaltsteinen gebaut, die in der Nähe der Stadt gefördert wurden. Der Schaft des Turmes mit rundem Querschnitt wurde aus Ziegelsteinen gefertigt, ähnlich wie der überhängende achteckige Turmhelm, in dem ein Wasserbehälter platziert wurde. Der Turmhelm ist verputzt mit Ecken aus Sandsteinquadern. Der Turm wird mit einem achtseitigen Giebeldach mit Keramikdachziegeln und mit vier Dachgauben eingedeckt. Der Turm erfüllte seine Rolle bis Ende der siebziger Jahre des XX Jahrhunderts.
Zur Zeit wird der Turm durch die Stadt Mirsk modernisiert mit Ziel ihn für touristischen Zweck als Aussichtsturm zu benutzen. Die Kosten der Modernisierung betrugen 800 Tausend Zloty (ca. 200 Tausend EURO) und die Eröffnung des Turms erfolgte 2011.

Bearbeitet von: Andrzej Mateusiak
Übersetzung: Jerzy Kuśnierz

 

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